InternetDie VoIP-Telefonie setzt natürlich einen vorhandenen Breitband-Internetanschluss (DSL, Kabel) auf Ihrer Seite voraus. Für eine qualitativ hochwertige Telefonie ist hier jedoch nicht die Geschwindigkeit des Anschlusses in erster Linie von Bedeutung, sondern dessen Qualität. Die Bandbreitenangaben der Anbieter, also die Geschwindigkeit Ihres Anschlusses, ist stets ein theoretisch möglicher Maximalwert. Nicht immer werden die Werte dauerhaft erreicht und oft genug geht es zu Lasten der Verbindungsqualität. Besonders zu Spitzenzeiten wenn viele User gleichzeitig surfen kommt es zu Traffic-Engpässen, die bei der IP-Telefonie einen negativen Effekt hervorrufen können.

Beachten Sie, dass die IP-Telefonie in Echtzeit ausgeführt wird, d.h. Datenpakete die aufgrund einer überlasteten Internetverbindung nicht rechtzeitig die Gegenseite erreichen können nicht erneut von dieser angefordert werden, so wie es beim Surfen oder beim Datendownload geschieht. Die Daten-Pakete sind somit unwiderruflich weg was sich als leichtes "Knacken" in der Leitung bemerkbar macht, bis hin zu größeren Sprachaussetzern.

Für ein einziges Gespräch wird ca. 80kbit/s an Bandbreite benötigt. Bei einem 2000er DSL-Anschluss wären damit allerdings nicht automatisch ca. 20 gleichzeitige Telefonate möglich, weil die Geschwindigkeitsangabe Ihres DSL-Anschlusses einzig die Downloadrichtung meint. Die Uploadrichtung weist hier immer eine deutlich geringere Bandbreite auf, bei einem 2000er Anschluss wären es z.B. nur 768kbit/s. Die tatsächliche Anzahl an gleichzeitig möglichen Gesprächen muss also immer von der Uploadgeschwindigkeit errechnet werden.